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Colorworld · Welt der Farbe [Einführung] · A practical introductionary course

Was ist Farbe? — What is color?

Die Form ist die Grundlage des Schönen, die Farbe ein Sinnenreiz. — Plato

Farbe ist der Eindruck, den bestimmte elektromagnetische Wellen auf der Netzhaut des Auges hervorrufen. — Hegel

Farbe ist, wofür sich hochspezialisierte Gehirnzellen "interessieren". — Brockhaus

Die Farben sind der Ort, wo unser Gehirn und das Universum sich begegnen. — Margarete Bruns

Die Farbe ist nicht "wahr" sie ist sozusagen eine Wirklichkeit zweiter Klasse. — Paul Cezanne

Die Farbe existiert nur durch die andere Farbe, die Dimension wird durch die andere Dimension bestimmt, und es gibt keine Position ausser der Gegenüberstellung mit einer anderen Position. Deshalb sage ich, die Beziehung ist das Wesentliche. — Rene Descartes

Die Farbe bewohnt den Raum, während die Linie nur durch ihn hindurchreist und ihn zerschneidet. Die Linie streift das Unendliche, die Farbe «ist«. Durch die Farbe empfinde ich eine vollkommene Identifizierung mit dem Raum; ich bin wirklich frei. — Yves Klein

Alle Farbwahrnehmung ist Täuschung (..). Wir sehen die Farben nicht so, wie sie wirklich sind. In unserer Wahrnehmung verändern sie sich zum Beispiel untereinander so, dass zwei verschiedene Farben gleich oder zwei gleiche Farben verschieden aussehen können. Diese Spiel der Farben (...), der Wechsel der Identität, ist Gegenstand meines Studiums. — Josef Albers

Farbe existiert nicht für sich, nicht "draussen" in der Welt sondern in uns. — Piet Mondrian

In visual perception a color is almost never seen as it really is - as it physically is. This fact makes color the most relative medium in art. — Josef Albers

Those colours are simple which belong to the elements, fire, air, water and earth. — Aristotle, On Colours

Ludwig Wittgenstein, Bemerkungen über die Farben

I.
22. Wir wollen keine Theorie der Farben finden (weder eine physiologische noch eine psychologische), sondern die Logik der Farbbegriffe. Und diese leistet, was man sich oft mit Unrecht von einer Theorie erwartet hat.
39. Ich sage nicht (wie die Gestaltpsychologen), dass der Eindruck des Weissen so und so zustande komme. Sondern die Frage ist gerade: Was die Bedeutung dieses Ausdrucks, die Logik des Begriffes ist.
71. Wer mit Goethe übereinstimmt, findet, Goethe habe die Natur der Farbe richtig erkannt. Und Natur ist hier nicht, was aus Experimenten hervorgeht, sondern sie liegt im Begriff der Farbe.
72. Eins war für Goethe unumstösslich klar: Aus Dunkelheiten kann sich kein Helles zusammensetzen – wie aus mehr und mehr Schatten kein Licht entsteht. – Und dies liesse sich so ausdrücken: Wenn man Lila ein weisslich-rötlich-Blau nennt, oder Braun ein schwärzlich-rötlich-Gelb, - so kann man nun Weiss kein gelblich-rötlich-grünlich-Blau, oder dergleichen, nennen. Weiss ist nicht eine Zwischenfarbe anderer Farben. Und das können Versuche mit dem Spektrum weder bekräftigen noch widerlegen. Es wäre aber auch falsch zu sagen 'Schau Dir die Farben nur in der Natur an, und Du wirst sehen, dass es so ist.' Denn über die Begriffe der Farben wird man durch Schauen nicht belehrt.

II.
16. Die phänomenologische Analyse (wie sie z.B. Goethe wollte) ist eine Begriffsanalyse und kann der Physik weder beistimmen noch widersprechen.

Die soziale Kodifizierung der Farbe — The societal codification of color (corporate design, the iconography of cities)

Beispiele: Yellow cabs in den Strassen von Manhattan, red and blue in London (color systems as urban environments)
Rot = Gefahr, Stop, Feuer usw., Gelb/Schwarz = Warnung usw. Funktional.
Josef Albers (1888–1976), Homage to the Square: Soft Spoken, 1969

Der Klang der Farbe — Color in music

Beispiele: Arnold Schönberg's Orchesterstücke op. 16 (Farben), Morton Feldman's Rothko Chapel, Claude Debussy's Images von 1907, Michael Torke's Color Music, Alexander Skrjabin's Prometheus Symphony, Duke Ellington's Mood Indigo.

In einer der wohl frühesten Schilderungen eines synästetischen Farben-Musik-Erlebens - Plato's Erzählung des Er in Buch X der Politeia mit dem Bild des sich bewegenden Sonnensystems, in dem jeder der acht kreisenden Planetenbahnen farbig und von acht verschiedenen Tönen (tonoi) begleitet war, die von einem Chor von Sirenen gesungen wurden, so dass sich eine einzige "harmonia" ergab - war keine der erwähnten Farben rein.

1580 Die musikalische Farbenskala des Guiseppe Arcimboldi.

1730 Das 'Augenclavicembalo' des Louis-Betrand Castel.

In den 1720er Jahren hatte Castel mit einem Instrumentenbauer namens Rondet ein Prototyp des "Augenclavicembalo" entwickelt. Bei diesem wurden farbige Papierstreifen verwendet, die beim Tastenanschlag über dem Deckel des Clavicembalos zum Vorschein kamen.

Die Darbietung mit einem wesentlich grösseren Instrument mit rund 500 Lampen hinter einer Reihe von 60 farbigen Glaskugeln, die 1757 im Great Concert Room am Londoner Soho Square angekündigt wurde, fand niemals statt. Die Suche nach allgemeingültigen Grundgesetzen der Harmonie verstärkte sich in der Romantik.

1844 D.D. Jameson's "Farbenmusik". Jameson plante ebenfalls ein Farbenklavier. Durch Anschlagen einer Taste sollte sich eine Klappe öffnen, hinter der eine mit farbiger Flüssigkeit gefüllte Flasche zum Vorschein kommen sollte. Insgesamt ein Dutzend Flaschen, angeordnet in der Abfolge des Spektrums, sollten von hinten durch Lampen angestrahlt werden, deren Licht durch die Flaschen hindurch in einem verdunkelten, mit Blech ausgekleideten Raum scheinen sollte. Mit jedem Tastenschlag - also Ton - ergiesst sich eine kräftige Farbe in den dunklen Raum und wird von dessen Seiten zurückgestrahlt. Jameson schöpfte für seine ganz und gar undurchsichtige Theorie aus mehreren Quellen.

Johann Wolfgang Goethe's Tabelle der Plus-Minus-Polaritäten.

Die Fieldschen "chromatischen Äquivalenzen" usw. Unter dem Einfluss der Psychologie des 19. Jahrhunderts wurde die Farb-Ton-Analogie nicht länger auf den Aspekt einer quantifizierbaren Tonhöhe gegründet, sondern sie verschob sich auf die geheimnissvollen Eigenschaften der instrumentalen Klangfarbe.

Beispiele: Arnold Schönberg's Klangfarbenmelodie. Wassily Kandinsky's Der gelbe Klang. M. Mussorgsky's Bilder einer Ausstellung.

1893 Bainbridge Bishop's Lichtorgel.

1930 Thomas Wilfred's Art Institute of Light

Paul Klee (1879–1940), Static-Dynamic Gradation, 1923

Beispiele: Paul Klee, Fuge in Rot, 1921; Theo van Doesburg, Ragtime, 1918; Piet Mondrian, Broadway Boogie-Woogie, 1943-44; The materialisation of color color as paint, as light, as paper, as textiles. (Photos)

Olivier Messiaen: "I don't believe in an exact correspondence between such and such a note, key, or colour. On the other hand, I think complexes of sound correspond to complexes of colours. A complex of ten or twelve sounds, for example, may correspond to a red flecked with violet with orange streaks. You know I have this strange ability to see complexes of colour, not with my eyes but intellectually, while hearing complexes of sound; the same sound complex always engenders the same colour complex, which is reproduced in lighter shades in the high octaves, and in darker shades in the low octaves. But if the sound complex is transposed by a semitone, one tone, a third, a fourth, or a fifth, the colours change."

Olivier Messiaen, Mode de valeurs et d'intensités

Kann die Hoffnung giftgrün sein?

Die grünen Malerfarben enthielten früher Arsen. Napoleons Lieblingsfarbe war Grün; das wurde ihm zum Verhängnis: im feuchten Klima St. Helenas verdunstete das Gift aus den grünen Tapeten - Napoleon starb an schleichender Arsenvergiftung. Mit der Farbbezeichnung Giftgrün blieb die Empfindug bis heute erhalten. In der Sprache leben viele vergessene Traditionen weiter. Es gibt sehr unterschiedliche Blickwinkel auf das Phänomen Farbe. Psychologische, symbolische oder Kulturelle. Jeder dieser Blickwinkel hat eine andere Definition von Farbe.

Wenn ein Engländer "blau" ist, ist er melancholisch, wenn ein Deutscher "blau" ist, ist er betrunken. In Europa ist die Farbe Grün die normale Landschaftsfarbe. Für Wüstenvölker aber ist es die Farbe des Paradieses. Grün ist deshalb die heilige Farbe des Islam.

Ein Beispiel aus der Malerei für den Zusammenhang von Grün und Hoffnung: George Frederick Watts, Allegorie der Hoffnung.

Kunstgeschichtlicher Hintergrund

Lichtmetaphysik das Christentums
Licht = Gott
Glanz, Reflex, Wiederschein
Göttliches Licht, Leuchten
Paul Klee, Abstract Trio, 1923
Isaac Newton's Farbkreis
Teilbarkeit des Lichts, Ordnungssystem, Farb-Logik
Licht aus Farben zusammengesetzt
Der Regenbogen, Spektralfarben

Das zerteilbare Licht konnte nicht länger mit dem einen Gott gleichgesetzt werden. In der Kunst ging es nicht mehr um himmlische Botschaften, um Selbstinszenierung des göttlichen Lichts, sondern um Nachahmung der Natur durch selbstbewusste Künstler.

Farbe/Form (Gegensätzlichkeit) "disegno" gegen "colorire" "Poussinisten" gegen "Rubenisten" Zeichnung, Kontur, klar begrenzte Fläche gegen Primat der Farbe, Farbigkeit.

Die Klassizistische Diktrin des 18. Jahrhunderts macht aus der Zeichnung die Grundlage aller Kunst, die Farbe wird sekundär.

Charles Blanc (1870) ist soweit gegangen, die Zeichnung dem Männlichen und die Farbe dem Weiblichen zuzuordnen. Giotto erreicht in seiner Malerei eine Synthese von Darstellung und Eigenwert der Farbe. Er gestaltet Raum, Körper und Fläche als Einheit (Monochromie).

Beispiele: Maler der Renaissance - Tizian, van Eyck, Rembrandt, Bellini

Barock - Carracci, Rubens, van Dyck, Caravaggio, Velazquez

Josef Albers, Interaction of Color is a masterwork in twentieth-century art education. Conceived as a handbook and teaching aid for artists, instructors, and students, this timeless book presents Albers’s unique ideas of color experimentation in a way that is valuable to specialists as well as to a larger audience. Originally published by Yale University Press in 1963 as a limited silkscreen edition with 150 color plates, Interaction of Color first appeared in paperback in 1971, featuring ten representative color studies chosen by Albers. The paperback has remained in print ever since and is one of the most influential resources on color for countless readers. Plate VII-4 of the book Interaction of Color

Goethe

Goethe erklärt in seiner Farbenlehre die Farben nicht als Teile des Lichts, sondern als "Taten und Leiden" des Lichts. Goethe contra Newton. Ur-Farbe, Schwarz/ Weiss (Aristoteles, Goethe) Simultankontrast, Sukzessivkontrast (Edwin Land)

"Gegen die Reize der Farben, welche über die ganze sichtbare Natur ausgebreitet sind, werden nur wenig Menschen unempfindlich bleiben. Auch ohne Bezug auf Gestalt sind diese Erscheinungen dem Auge gefälig und machen an und für sich ein vergnügenden Eindruck. Wir sehen das einfache Grün einer frischgemähten Wiese mit Zufriedenheit, ob es gleich nur eine unbedeutende Fläche ist, und einn Wald tut in einiger Entfernung schon als große einförmige Masse unserem Auge wohl." — Vorwort, Goethes zu seiner Farbenlehre

Michel Eugene Chevreul, Chemiker des 19. Jahrhunderts, Gobelinmanufaktur Paris, Antwort des Auges, Physiologie des Sehens

Das Auge kann fünf bis zehn Millionen Farbnuancen unterscheiden/sehen.

Farben wirken um so stärker je passiver wir ihnen gegenüberstehen. Moderne (Die befreite Farbe, Enttheoretisierung)

Eigenwert und Darstellungswert der Farbe d.h. evokativer u. deskriptiver Gehalt: Biographie der "Farbwesen", siehe Wassily Kandinsky (1866-1944) Das Farbproblem in der reinen Malerei.

"Der wahre Wert eines Bildes wird weitgehend durch sein Grundkonzept bestimmt. Wir unterscheiden in der Malerei zwischen – reiner Malerei' (pure painting) und 'tonaler Malerei' (tonal painting). Reine Malerei ist der Gegensatz zur tonalen Malerei. Es handelt sich um tonale Malerei, wenn die Farbe auf einen blossen Schwarz-Weiss Gebrauch reduziert wird, indem sie als Mittel der tonalen Abstufung vom hellsten Licht bis hinunter in die tiefsten tonalen Schatten verwendet wird. In der reinen Malerei dient die Farbe gleichzeitig einem bildnerischen und einem psychologischen Zweck." Hans Hofmann

Die Neo-Impressionisten und die Farbzerlegung: Paul Signac (1863-1935), Georges Seurat (1859-1891) Bei Kandinsky und Delaunay ist die Farbe weitgehend losgelöst. Sie empfanden dass sobald die Malerei naturnachahmend wird, schränkt sie den Eigenwert der Farbe ein. Wobei Gegenständlichkeit und Eigenwert der Farbe nicht zwangsläufig Gegensätze sein müssen. Im Expressionismus erreicht der freie, phantastische Einzatz der Farbe - der Himmel ist Grün, die Bäume Blau usw. - eine ganz neue Qualität und generiert sozusagen eine neue Farbsprache oder Grammatik der Farbkomposition (siehe Henri Matisse, Das rote Atelier, 1911).

Künstler wie W. Kandinsky, R. Delaunay, Paul Klee und später Mark Rothko, Morris Louis, Josef Albers, Ad Reinhardt und Barnett Newman brachten die Farbe in ihrer Malerei zur völligen Verselbstständigung und emanzipierten sie. Farbe wurde referenzlose, reine Materie im Bild. Als Sonderfall der Farbe in der Plastik siehe: Alexander Calder's Mobiles. Piet Mondrian's Farbkonzept aus Rot, Gelb, Blau (Meyer Schapiro), Simplicity.

Mark Rothko — Rothko Chapel in Houston, founded by John and Dominique de Menil, was dedicated in 1971 as an intimate sanctuary available to people of every belief. A modern meditative environment inspired by the paintings of American abstract expressionist Mark Rothko.

Offenheit der Bedeutungen: Der Betrachter muss die Intentionen des Künstlers nicht mehr nachvollziehen, sondern kann oder soll ausgehend von seiner Betrachtung neue, eigene Interpretationen entwickeln. Das offene Kunstwerk (Umberto Eco) ist in seiner Konzeption variabel und anti-hirarchisch.

Indien — Vorstellungen in der Indische Philosophie die mit dem Phänomen Farbe zusammenhängen.

In der Kosmologie des Jainismus ist das All ein lebendiger Organismus, beseelt von Lebensmonaden.

Alle Lebewesen und diese Moade selbst sind unvergänglich und verleihen dem karmischen Stoff der Lebensmonade Farbe, es gibt sechs Farben/Typen der Lebensmonade:

1. Schwarz (krishna) negatives Karma
2. Dunkelblau (nila)
3. Taubengrau (kapota)
4. Feuerrot (tejas)
5. Gelb oder rosa (padma, wie eine Lotosblüte)
6. Weiss (shukla) positives Karma

Schwarz ist die charakteristische Farbe unbarmherziger, grausamer, roher Menschen. Dunkelblau steht für boshafte, bestechliche, habgierige, sinnliche und wankelmütige Charaktere. Taubengrau kennzeichnet die Rücksichtslosen, Unbesonnenen, Unberherrschten und Zornigen. Feuerrot kennzeichnet die Klugen, Ehrlichen, Grossmütigen und Frommen. Gelb zeugt von Mitleid, Rücksicht, Gewaltlosigkeit und Selbstbeherrschung. Die weissen Seelen sind leidenschaftslos, ohne Eigennutz und unparteiisch.

Bedeutungen: Wie Wasser durch Kanäle in einen Teich fliesst, so fliesst der karmische Stoff der sechs Farben durch die Körperorgane in die Monade. Durch die Vermehrung des gelben und weissen Karma-Stoffes schaffen gute Taten zwar freundlichere und leichtere Bindungen - aber es sind eben Bindingen; die Taten reichen nicht aus, um die volle Befreiung zu bringen. Siehe Heinrich Zimmer, Philosophie und Religion Indiens

Praxis — Practice

The emphasis is on working with one color.

A) Practice
Every participant gets to build his own canvas/frame. Make his canvas from scratch. (incentive)
Participants are introduced to the medium (e.g. encaustic).

B) Groupwork
Formal parameters are determined by the group (discussion). Different wrap of working with the material can become dramatically clear. Using a set of fixed parameters in order to archive a clear result (useful).

C) Homework
Create your own colorfile and bring it with you. Collection of materials of colors. Pay attention for color in your envirnoment (daily life).

Part 1) Canvas
Photos: Keilrahmen zusammensetzen, Rahmen auf die Leinwand legen, ausschneiden, Leinwand aufspannen (Tacker).

Part 2) Paint — Tempera Malerei
Leinwand grundieren mit Tempera, Herstellen der Tempera, Trockenzeiten, Werkzeuge für Wachsmalerei: Kochplatte, Pinsel, Schiene. Materialien: Leinöl, Binenwachs, Pigmente, Eigelb

Part 3) Pattern
Linienstrukturen, Beispiele. Jeder Teilnehmer macht 1-2 Panels die sich am Ende zu einem Bild zusammenfügen. Grundfarbe: Hansagelb,

Kadmiumgelb und Nepalgelb. Farbe der Linienstruktur von jedem selbst FREI zu wählen. Keine Absprachen. Somit erscheint die Farbfamilie GELB auf jedem Panel in einer anderen Umgebung. So kann die unterschiedliche Wirkung einer flächigen und überwiegenden Farbe, konfrontiert mit anderen, zeichnerisch und architektonisch eingesetzten Farben klargemacht werden. Es entsteht so etwas wie ein Konzert in einem Grundton. Wobei die einzelnen Stimmen Spannung in diese harmonische Struktur bringen.

Musikbeispiele: John Cage's First construction in metal, Steve Reich's Violin phase, Jazz, Indische Musik (Ragas) usw.
Tony Oursler · Thought Forms, Sound Digressions in Seven Colors.

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